Race across Italy 2017

TEAM RACE ARCOSS ITALY 2017
TEAM RACE ARCOSS ITALY 2017

Race across startet bei wunderschönem Frühlingswetter in Silvi di Marina . Die ersten Kilometer begleitet uns die Sonne und Gegenwind und nach rund 15km beginnt der erste lange Anstieg der bei Kilometer 87 auf 1305m über dem Meer endet - nie besonders steil aber kontinuierlich geht es nach oben. Eine Abfahrt über 20 km führ uns nach L'Aquila wo dann der nächste Anstieg beginnt. Alles läuft optimal und wir nehmen den nächsten Anstieg wie geplant. Nach der Abfahrt und einem flachen Teil kommen wir nach 196km und 2760hm zum ersten Checkpoint in Santa Marie. Die erste Nacht steht bevor und es wird langsam kälter.

Bis zum zweiten Checkpoint sind es 210km die uns zuerst noch über den Monte Sibruini führen aber dann eher flach bis an die  Küste nach Spignio Saturno wo wir gegen 4:30 ankommen. Durch die kalten Temperaturen in der Nacht meldet sich langsam mein rechtes Knie - die warmen Knielinge haben wir leider vergessen obwohl sie auch dabei sind :-). Die nächsten 40km verlaufen weiter eher flach bevor es dann wieder zu stiegen beginnt und das bleibt dann auch die nächsten 100km so.  Nachdem die Sonne aufgegangen ist wird es allmählich wärmer und bei den Anstiegen auch richtig warm -  zum ersten mal wird es mühsam und die ständigen Steigungen nehmen kein Ende. Gegen 13:30 kommen wir zum letzen Checkpoint in Scanno. Nach diesem kurzen Halt nimmt der Gegenwind zu und wir beschliessen einen kurzen und einzigen Powernap einzulegen - nach 17min geht es wieder rauf aufs Rad und weiter geht es  - immer gegen den Wind.

Auf den letzen 215km bis nach Silvi erwarten uns noch 2500hm und teilweise Rampen die deutlich im zweistelligen Bereich liegen, machmal auch kurzzeitig über 20%. In Erinnerung ist mir der Ort Popoli geblieben wo sich in der Ortsmitte eine Wand aufbaut die schon bei einer Hausrunde unangenehm wäre aber jetzt nach ca.600km und Sturm von vorne ist es schon Akrobatik notwendig um am Rad zu bleiben. Auch diese Steigung geht vorbei und wir bewegen und langsam auf L'Aquila zu wo dann der letzte Anstieg beginnt. Inzwischen ist es wieder finster geworden und die Temperaturen sind im fallen. Am letzten Stieg treffe ich dann auf Stefan Slegl der unsupported unterwegs ist und mit dem ich mich die letzten Meter nach oben plaudere - macht das ganze doch ein wenig kurzweiliger.

Bevor es in die letzte Abfahrt geht wärme ich mich noch kurz im Auto auf (es hat nur 0 Grad Celsius). Nach den ersten Kilometern muss ich wieder stehen bleibe und noch die restliche verfügbare Kleidung anziehen - ich friere wie ich noch nie gefroren habe. Je näher wir dem Meer kommen desto wärmer wird es, auch wenn es schon nach Mitternacht ist  - gut durchgefroren und müde erreichen wir um 01:30 nach 38:15h  zufrieden das Ziel in Silvi di Marina. Tolle Gegend und toller Bewerb - wir kommen sicher wieder.